Geschlossene und offene Türen.

Hallo, liebe Leute! Heute früh fand ich diese liebenswürdigen Worte in meinem Postfach: „Mit Poesie die Welt erobern..kleines Träumeli. Nur zu! Meine hast du schon vor langer Zeit eingenommen. Aber ich bin nur ein armer Strolch mit Löchern in sämtlichen Hosentaschen. Und so kann ich dir nicht all das geben, was ich gern geben würde. Aber ich bin ein treuer, stiller Begleiter und ziehe meinen verbeulten Hut vor Deinem Mut.“

Ist es nicht wunderbar, solche Freunde zu haben? Großzügig aus tiefster Seele. Danke!

Mir ist aufgefallen, dass ich bereits begonnen habe rückwärts zu zählen. Am Anfang der Kampagne war ich vorwärts gerichtet. Interessant irgendwie. Ich versuche die gesamte Wirkung dieser Zeit zu verstehen. Meinen Umzug in diese große Stadt, die Veränderung meines Soziallebens. Was genau vermisse ich und was suche ich? Und was passiert mit jemandem, der viel für sich ist? Drehen sich die Gedanken dann im Kreis? Nimmt man sich selbst zu ernst? Und stimmt dieses – zu – in der Frage überhaupt? Soll heißen, ist diese Frage überhaupt inhaltlich richtig gestellt?

Schon der dritte Kaffee…, den ich mir gerade aufbrühe. Halb acht bin ich aufgestanden, habe zig Dinge erledigt. Fleißig bin ich, das kann niemand bestreiten. Heute früh war es so schön still und die Luft so unglaublich klar und sauber. Nichts war zu hören, nur die Vögel waren übermäßig fröhlich. Sie haben mich mit ihrer guten Laune überzeugen können, dass dies ein guter und schöner Tag wird. Na dann!

Erstmal Nachricht an die Familie und einige Freunde. In so einer schönen Stimmung muss ich immer ein wenig intensiver an sie denken. Ich bin beruhigt, eine Freundin ist schon beim vierten Kaffee und andere vermissen mich zurück. Ich fühle mich gerade nicht allein. Sehr gut!

Noch 17 Tage. Was wird wohl noch passieren? Ich überlege, wie ich alle, die bis hierher an mich geglaubt haben und alle die es noch tun, wie ich diesen Menschen eine Freude machen kann als Dank und falls das Projekt nicht aufgeht. Jetzt sieht es ja erstmal so aus.

Aber! He, Leute, 17 Tage!

Ich habe keine Angst vor dem Scheitern. Ich weiß, dass es zum Leben dazu gehört. Und ich weiß jetzt auch, dass ich ganz bestimmt keine Marketing-Expertin bin. Gut oder doof? Ich weiß es nicht. Ich bin ja auch keine Eigenheimbesitzerin und keine Karrierefrau. Das ist auf jeden Fall absolut okay für mich. Die Romantik des Lernens ist nicht von der Hand zu weisen. Und dient hier nicht als verschleierte Rechtfertigung, sondern wohnt eher in der emotionalen Erkenntnis. Also so würde ich es vielleicht beschreiben.

Aber noch ist nicht der letzte Schritt getan, noch ist alles möglich. Das mag ich sehr gern.

An das Unmögliche zu glauben, an Wunder, an Wendungen.. an anderen Türen, die sich öffnen, auch wenn mal eine klemmt und nicht aufgeht.

Dieses Wochenende bereite ich die Lesung in Schwerin am 26. 05. 19 vor. Suche Texte raus, übe lesen, erstelle eine Veranstaltung, bereite den Flyer vor. Was für schöne Aufgaben. Ich freue mich so sehr auf die Lesung und das Wiedersehen mit vielen lieben Menschen. Also, los gehts! Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und ich bin für alles bereit. Wenn ihr weiterhin an mich glaubt, mich mit Worten, Reaktionen und Spenden unterstützt, dann versteht ihr mich und meine Ideen und Überzeugungen.
Ich freue mich auf alles, was sich noch ergibt.

„Erhebt Eure Gläser. Trinken wir! Auf die Traurigen und Schwachen und auf die Träumer.“

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